Das Amt Klützer Winkel ist der Leadpartner bei der ganzen Sache, "wegen unserer Erfahrungen aus den vorherigen Projekten zum Bootstourismus", so Anders. Zudem wird die Planco Consulting aus Schwerin, die schon Projekte für Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsministerium begleitet hat, die einzelnen Bereiche des Maritour-Programms koordinieren.
"Wassersport ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern zunehmend auch ein Wirtschaftsfaktor", erklärte Planco-Geschäftsführer Gunnar Platz. Noch dazu einer, der Arbeitsplätze schafft. Platz rechnete vor: pro 100 Bootsliegeplätze würden fünf Arbeitsplätze in der Region entstehen oder gesichert. Nicht gerade direkt in den Marinas, "aber wer auf dem Boot Ferien macht, geht oft in Restaurants essen", nannte der Planco-Geschäftsführer ein Beispiel. Zudem würden Marinas auch Nicht-Wassersportler anlocken, besonders zu sportlichen Höhepunkten.
Die Internationale Jugendmeisterschaft vor Hohen Wieschendorf war 2005 so einer. "Schade nur, dass das zu wenig bekannt war", bedauerte Anders. Er hofft auf Besserung. Zum einen, weil sich der Norddeutsche Regattaverein im Hafengebäude ein Dauernutzungsrecht gesichert hat, zum anderen durch das Maritour-Projekt. "Das machen wir nicht ganz uneigennützig", erklärte der Verwaltungschef des Amtes Klützer Winkel. Hoffe man dadurch doch, endlich einen Investor für den Anleger in Wohlenberg zu finden. Die Pläne liegen fix und fertig in der Schublade.
Lübecker Nachrichten 10.02.2006
Maritour über Ländergrenzen hinweg
18.01.07







